Ein Reisebericht von Ulrike Schloo

Selten habe ich in zwei Wochen so viele Kontraste gesehen und erlebt. Unsere Reise startete im mondänen Dubai. Hier haben wir nach einem Nachtflug am frühen Morgen schon einen Check-In an Bord der AIDAstella vornehmen können.

Okay, es ist nicht das neueste und modernste Schiff der AIDA Flotte, aber wir haben festgestellt, dass wir es als sehr angenehm empfunden haben, dass die Passagierzahl auch dementsprechend nicht so hoch war und es mangelte uns nicht an Komfort und Angebotsvielfalt.

Nach drei Stunden Chillout auf dem Sonnendeck sind wir auf Wüstensafari mit dem Jeep gegangen. Im Konvoi ging es mit den Jeeps bergauf-bergab über die Dünen. Schon eine Herausforderung für meinen Magen, aber der Spaßfaktor macht es wieder wett.

 

Dubai selbst kennen wir schon, weswegen wir uns danach lieber an Bord erholen.

Der nächste Stopp ist Abu Dhabi. Hier ist es noch mal eine Spur nobler. Wir werden zu einer Mall transferiert und bestaunen die Edelshops.

Dann geht es zur weltberühmten Scheich-Zayid-Moschee, der größten der Vereinigten Arabischen Staaten mit Platz für 40.000 Gläubige.

Wir Frauen verhüllen uns und sind von dem Weiß der Fassade fast geblendet.

 

Der nächste Halt unserer AIDAstella ist in Muscat. So stelle ich mir die arabische Welt schon eher vor. Hier geht es gemütlicher zu und wir finden keine Wolkenkratzer, sondern die typischen Gebäude arabischer Bauweise.

 

Es folgen zwei Seetage, die uns bereits Gesehenes verarbeiten lassen und uns Zeit geben, in den Entspannungsmodus Urlaub richtig einzutauchen. Perfekt!

Je südlicher wir reisen, desto wärmer wird es. Als wir schließlich bei unserem ersten Ziel New Mangalore in Indien angekommen sind, zeigt das Thermometer beachtliche 33 Grad Celsius.

Der Seehafen, ca. 10 km vom Zentrum entfernt, zählt zu den wichtigsten Indiens. Cashewnüsse, Kaffee und Gewürze wie z.B. Pfeffer sind die Hauptgüter, die hier produziert und verschifft werden.

Unser AIDA Ausflug bringt uns dementsprechend zuerst zu einer Cashewnuss-Fabrik. Ganz ehrlich: Hier zu erklären wie umständlich es ist, bis diese kleine Nuss letztendlich in den Mund landet, sprengt hier den Rahmen, aber wer das gesehen und erklärt bekommen hat, isst diese danach mit deutlich mehr Ehrfurcht und Genuss.

 

Im Schluss besichtigen wir zwei Tempel und eine christliche Kirche. Beim Besuch eines Tempels sollte man in jedem Fall Socken dabei haben, weil man sonst barfuß über heiße Steine laufen muss. Ich jedenfalls hatte sie vergessen…

Mich verwirren die vielen Gottheiten und das ganze Gold, aber faszinierend ist es schon. Allerdings finde ich ja die Menschen immer viel interessanter als die Gebäude.

Der Abschluss in New Mangalore bildet ein Besuch vom Gemüse- und Fischmarkt. Beeindruckt bin ich von der Ruhe und der Farbenfreude der vielen Menschen.

Allerdings verlangt der Besuch vom Trockenfisch-Bereich meine volle Konzentration und ich stelle auf Mundatmung um. Überhaupt ist es entsetzlich zu sehen, wie vollgemüllt die Natur und die Städte hier sind. Die Reiseleitung erklärt uns, dass es mittlerweile eine funktionierende Müllabfuhr gibt, dass es aber noch dauern würde, bis alle – gerade die Älteren – dieses verinnerlicht hätten- Bitter!

 

Weiter geht ist nach Goa. Wir wollen uns einfach mal an einen traumhaften Strand bringen lassen und es uns gut gehen lassen. Der Weg ist abenteuerlich und es wundert mich wieder, dass hier nicht mehr passiert im Straßenverkehr. Der Strand selbst haut mich jetzt nicht so um. Andere Gäste vom Schiff haben sich für eine Vielfaches weniger gemeinsam ein Taxi genommen und hatten hier einen schöneren Strand und mehr Sehenswertes auf ihrer Tour. Naja. Wir hatten irgendwie Bedenken Indien in Eigenregie zu machen – ist aber tatsächlich kein Problem!

Letztes Ziel unserer Reise und gleichzeitig unser persönliches Highlight ist Mumbai.

Der Wahnsinn! Nie zuvor habe ich so viele Menschen an einem Tag gesehen. Dagegen ist Hamburg ein Dorf. Nun gut, Mumbai hat auch fast 10 x so viel Einwohner. Prunk und Slum steht hier in einigen Vierteln direkt nebeneinander.

Die Straßen sind zum Teil so breit, dass es theoretisch 4 Spuren pro Richtung geben sollte. Allerdings gibt es keine Fahrspuren und so kommt es auch mal vor, dass sich bedeutend mehr Autos, Tuk-Tuks und Mopeds nebeneinander her bewegen, oder halt auch viel im Stau stehen.

Wir bekommen in einer privaten Tagestour so viel gezeigt wie irgend möglich und lernen auch die typische indische Küche kennen und dürfen ausgiebig shoppen. Und wieder bin ich am meisten von den Menschen fasziniert. Es gibt viele vollverschleierte Frauen in komplett schwarz, die ich schon wegen der 35 Grad total bemitleide. Die Hindu-Frauen hingegen dürfen in bunten schönen Saris leuchten. Selbst die Kinder haben schon bunte Kleider an.

Trotz großer Klassenunterschiede, die hier deutlich spürbar sind, sind die Menschen fröhlich und herzlich. Diese beiden Fotos sind von einer Mitreisenden, die eine Foto-Safari durch Mumbai als AIDA gebucht hat:

 

Natürlich hat Mumbai zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die ich hier nicht alle präsentieren kann. Besonders fasziniert hat mich, dass mitten in dieser riesigen Stadt ein riesiges Dschungelgebiet liegt. Hier kann man mit dem Auto auf befestigten Wegen bis zu einem Berg fahren auf dem buddhistischen Mönche vor diversen Jahrhunderten Höhlen und Statuen gebaut haben. Von dort hat man einen tollen Blich über den Dschungel, der natürlich während der Regenzeit noch viel grüner ist als im März.

In diesem Areal gibt es neben Wild und Affen auch Leoparden, was allerdings niemanden zu stören scheint, denn alle gehen ganz entspannt durch die Gegend.

Indien ist in jeder Hinsicht sehr beeindruckend. Es ist so völlig anderes als all das, was wir Europäer kennen.Voller Eindrücke kehren wir wieder auf unser Schiff zurück und verabschieden uns von Indien und treten die Heimreise an.

Zum Glück haben wir jetzt noch zwei Seetage zum Erholen. Die Mischung aus den arabischen Ländern ist genial und auch die größere Zahl der Seetage ist für uns genau richtig. Ich kann diese Reise zu 100% empfehlen!!

Herzliche Grüße,

Ulrike Schlo

 

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